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Einsatzplanung

In einem dicht besiedelten und hoch industrialisierten Gebiet wie im Kanton Basel-Stadt ist es wichtig, dass die Ereignisdienste bei einem ausserordentlichen Ereignis einen optimalen Einsatz leisten können. Das Ziel eines Einsatzes ist es, die Schäden im Betrieb und damit auch in der Bevölkerung und der Umwelt so gering wie möglich halten zu können.

Damit ein optimaler Einsatz erbracht werden kann, müssen die Ereignisdienste über die für eine rasche und effiziente Ereignisbewältigung notwendigen Informationen verfügen, beispielsweise über Anfahrtswege, die Umgebung oder mögliche Bereiche mit speziellen Gefahrenquellen im betroffenen Betrieb selber und in dessen Umgebung. Solche Angaben müssen aktuell sein und den Ereignisdiensten auf ihren Fahrzeugen und vor Ort zur Verfügung stehen. In der Einsatzplanung sind diese Angaben zusammengestellt. Sie ist damit das Instrument der Ereignisdienste, um optimal handeln zu können.

Bei der Erstellung des Leitfadens zur Erstellung einer Einsatzplanung wurden Erfahrungen aus anderen Kantonen mitberücksichtigt. Soweit auf die Situation in Basel-Stadt anwendbar, lehnt sich dieser Leitfaden an den Leitfaden des Kantons Basel-Landschaft an. Dies wird für Betriebe mit Standorten in beiden Halbkantonen die Erstellung des Baselstädtischen Teils der Einsatzplanung erleichtern.

Inhalt der Einsatzplanung Basel-Stadt

Die Einsatzplanung für stationäre Betriebe in Basel-Stadt besteht aus einem Deckblatt, einem Inhaltsverzeichnis, einer Verteilerliste und sechs Modulen, welche in der untenstehenden Tabelle aufgeführt und kurz beschrieben sind.

Modul Bezeichnung Verwendungszweck
Deckblatt Alarmierung und Zufahrt Das Deckblatt der Berufsfeuerwehr ist für den Einsatz der Berufsfeuerwehr beim Ausrücken aus dem Magazin bestimmt und enthält die Informationen, welche zu diesem Zeitpunkt relevant sind.
  Inhaltsverzeichnis Im Inhaltverzeichnis werden alle vorhandenen Dokumente und Anhänge der Einsatzplanung (Dossier vor Ort) aufgeführt, damit ersichtlicht ist, welche Detailinformationen vor Ort für die Ereignisdienste verfügbar sind.
  Verteilerliste Die Verteilerliste dient der Aktualisierung der Einsatzplanung und zeigt auf, welche Personen des Betriebs im Ereignisfall ebenfalls mit der Einsatzplanung vertraut sind und eine aktuelle Dokumentation haben, wenn zusätzlich zum Dossier vor Ort Unterlagen benötigt würden.
1 Anfahrtsplan Der Anfahrtsplan dient der Berufsfeuerwehr zur schnellen Verschiebung zum Ereignisort. Weiter zeigt er umliegende Objekte, welche im Ereignisfall gefährdet sind, feuerwehrtaktisch relevante Hindernisse, sowie Wasserbezugsorte in der Umgebung.
2 Übersichtsplan Mit diesem Plan wird die Lage des Objektes mit seiner nächsten Umgebung erfasst. Er dient den Ereignisdiensten für einen schnellen Überblick über die wichtigsten Infrastrukturen und Hauptgefahren auf dem Areal, sowie Sammelplatz, Hydranten, Schlüsseltresor, Fluchtwege etc.. Als weiteres sind feuerwehrtaktische Angaben zu speziellen Gefahren vermerkt.
3a
3b
etc.
Grundriss- und Stockwerkspläne Diese Pläne sind detaillierte Einsatzpläne des Betriebs mit Angaben der besonderen Gefahren, der Standorte von Chemikalien, biologisch aktiven Substraten, radioaktiven Stoffen/Quellen, technischen und baulichen Begebenheiten, speziellen Anlagen zur Ereignisbewältigung wie Löschposten, Löschanlagen, Belüftungssituation etc. Ebenfalls werden in diesen Plänen die eigenen Einsatzmittel wie Handfeuerlöscher, Handtaster, Feuerlöschposten und Schutzausrüstungen eingezeichnet.
4 Ökoplan
(nur StFV-Betriebe)
Der Ökoplan beinhaltet Informationen über die Entwässerung, sowie Angaben zur Abschätzung der Beeinträchtigung der Oberflächengewässer, des Bodens oder des Grundwassers. Mit diesen Informationen sollen alle notwendigen (Sofort-)Massnahmen zur Reduktion von Umweltauswirkungen getroffen werden können.
5 Objektdatenblatt der Berufsfeuerwehr Dieses Informationsblatt enthält feuerwehrtaktische Angaben zum Objekt in Textform, und nimmt Bezug auf das Modul 2.
5a
5b
etc.
Objektdatenblätter zu den entsprechenden Modulen 3a, 3b, etc. Das Objektdatenblatt enthält die relevanten Informationen zur Ereignisbewältigung über das Objekt in Textform. Die Sofortmassnahmen werden hier stichwortartig ebenso festgehalten wie Bemerkungen zu Besonderheiten.
6a
6b
6c
Alarmplan
Interne Notfallorganisation
In diesen Modulen werden die organisatorischen Massnahmen zur Ereignisbewältigung beschrieben. Dies beinhaltet die Alarmierung von betroffenen und verantwortlichen Personen und das Aufbieten der Ereignisdienste (Alarmplan, Liste der verantwortlichen Personen, wichtige Telefonnummern im Zusammenhang mit der Ereignisbewältigung). Weiter wird die interne Notfallorganisation festgehalten, die, eine Auflistung von einfachen Massnahmen und Anweisungen (spezifische Sofortmassnahmen) sowie Konzepte (z.B. Havariekonzept: für einen Gasausbruch, Ammoniakausbruch, Evakuierungskonzept etc.) enthalten kann.
Diese Unterlagen dienen auch der internen Ausbildung der Mitarbeiter.
  Anhänge Diese Anhänge sind nur im Dossier vor Ort obligatorisch. Es werden in den Anhängen nur Dokumente hinterlegt, welche für die Ereignisbewältigung nützlich sind. Insbesondere müssen aktuelle Lagerlisten vorhanden sein. Weitere Dokumente können einsatzrelevante Pläne und Unterlagen von Anlagen, interne Ereignisdienstorganisation etc. sein
Hilfsmittel zu Erstellung der Einsatzplanung

- Leitfaden (PDF, 34 MB)
Vorlagen für Objektdatenblätter Modul 5:
- Chemie (Zip)
- Biologie (Zip)
- Strahlenquellen (Zip)
- Checklisten zur Erfassung der Basisdaten (Doc)

Signaturen:

  • Bestehende Situation 3
  • Sofortinformationen
  • Wasser-1
  • Wasser-2
  • Fluchtwege, Hinweise zur Anfahrt
  • Gefahren
  • ADR-SDR Gefahrgut Symbole
  • Oekologiesymbole-1
  • Oekologiesymbole-2
  • Symbole für die Module 5
Verantwortung

Der Betriebsinhaber ist für die Vollständigkeit und Richtigkeit der Einsatzplanung verantwortlich. Wenn es ihm nicht möglich ist, die Einsatzplanung selber zu erstellen, so kann er dafür Dritte beauftragen. Die Verantwortung für die Einsatzplanung bleibt aber auch dann beim Betriebsinhaber.

Kontaktadressen für Fragen zu Details der Einsatzplanung

 

Fragen zu den Modulen 1 und 2

Rettung Basel-Stadt, Feuerwehr, Einsatzplanung, Kornhausgasse 18, 4052 Basel, (Zentrale 061 268 14 00),
Lt Michel Wälchli, Tel. 061 268 14 14 (direkt).

Fragen zu den Modulen 3, 5 und 6

Kantonales Laboratorium Basel-Stadt, Kontrollstelle für Chemie- und Biosicherheit (KCB), Kannenfeldstr. 2, 4012 Basel, (Zentrale 061 385 25 00),
Chemie:
Isabella Zeman, Chemiesicherheitsinspektorin, Tel. 061 385 25 96 (direkt),
Biologie:
Dr. Dirk Hamburger, Biosicherheitsinspektor, Tel. 061 385 25 93 (direkt), oder
Dr. Urs Vögeli, Abteilungsleiter Chemie- und Biosicherheit, Tel. 061 385 25 98 (direkt).

Fragen zum Modul 4

Amt für Umwelt und Energie (AUE) Hochbergerstr. 158, 4057 Basel, (Zentrale 061 639 22 22)
Konzeptionelle Fragen: Heinz Nyffenegger, Tel. 061 639 22 62 (direkt).
Technische Details: Martin Hofmann, Stadtentwässerung, Tel. 061 267 93 01 (direkt).

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