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Ereignisdienst

Der Ereignisdienst des Kantonalen Laboratoriums hat den Auftrag, bei Ereignissen mit Beteiligung gefährlicher Stoffe (radioaktive, biologische oder chemische, kurz ABC), die Einsatzleitung fachlich zu unterstützen. Der Dienst besteht aus Notfallchemikern, Notfallbiologen, sowie aus A-Spezialisten.

Aufgaben
Im Ereignisfall berät das Mitglied des Ereignisdienstes die Einsatzleitung als Fachperson vor allem bezüglich Bevölkerungs- und Umweltschutz und beantragt die nötigen Massnahmen. Die Person muss primär folgende Aufgaben erfüllen:

  • Einschätzung der aktuellen Bedrohungslage und der möglichen Eskalationen aus fachlicher Sicht.
  • Unterstützung der Einsatzleitung am Schadenplatz durch Beratung bezüglich der Gefährdung, welche von den involvierten Stoffen ausgeht.
  • Beantragung von Sofortmassnahmen wie Absperrungen, Aufgebot der Luftmessgruppe, Aufgebot des Gewässerschutzpiketts, Alarmierung der Bevölkerung und Beizug von weiteren Fachpersonen.
  • Veranlassen von Probenahmen.
  • Mitarbeit beim Festlegen von Voraussetzungen für die Aufhebung von vorsorglichen Schutzmassnahmen.

Pikettdienst
Die Beratung wird durch einen Pikettdienst, welcher durch die Notfallchemiker geleistet wird, sichergestellt. Zurzeit leisten acht Personen wochenweise abwechselnd rund um die Uhr Dienst. Der piketthabende Notfallchemiker ist mit Pager, Natel und Notfallmappe ausgerüstet. Er stellt sicher, dass er jederzeit innert maximal 45 Minuten an einen beliebigen Ort im Kanton Basel-Stadt einrücken kann. Bei einem Ereignis kann er A- oder B-Spezialisten via Natel oder Pager aufbieten.

Der Pikettdienst existiert seit 1989 und wurde sukzessiv zur heutigen Form ausgebaut. Durchschnittlich wird der Pikettdienst pro Jahr 20 Mal aufgeboten.
 

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